190613 – Ayr

Heute fahren wir wieder etwas Richtung Süden, denn da kann man noch ein oder zwei Sachen Anschauen. Gestern sind wir ja in der Hoffnung auf das Zuckerrohrfeld Brennen daran vorbei gefahren.
Zuerst haben wir die Burdekin River Bridge angeschaut. Diese Überbrückt den Fluss bei Home Hill. Für diese Region ist diese Brücke sehr wichtig, denn der Fluss trennt das Land, wenn er mehr Wasser hat. Früher hatte es eine niedrigere Eisenbahnbrücke, aber von der sieht man noch knapp die Pfeiler.
Als wir die Brücke zur Hälfte überquert haben (sie ist 1,1km lang) sahen wir, dass der Fussgängerweg gesperrt ist – under Maintenance. Wir haben doch schon ein Glück!
Aber als wir näher kamen winkte uns ein Arbeiter von der Brücke oben herab, wir sollen doch passieren.
Auf der anderen Seite konnte man etwas erhöht über die Zuckerrohrfelder schauen – Zuckerrohr soweit das Auge reicht.

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Brigitte wollte noch unbeding eine Lokomotive filmen. Bisher hatte sie nur die Wagen erwischt. Deshalb machen wir hie und da einen Abstecher von der Hauptstrasse um die Schienen zu überqueren. Da sehen wir wie eine Schneidmaschine gerade ein Feld schneidet und wie der Lastwagen hinterher fährt um das geschnittene Zuckerrohr aufzufangen.

Wir haben das natürlich fotografiert und gefilmt. Um es besser zu sehen fuhren wir ans andere Ende des Feldes und so konnten wir das Ganze von vorne sehen.

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Da wurden wir vom Fahrer der Schneidemaschine bemerkt. Er hat angehalten und uns zugerufen ob wir mitfahren wollen. Was für eine Frage!
Ich durfte in die Schneide Maschine steigen und Brigitte in den Lastwagen. Das hat gerumpelt und gestaubt. Aber lustig war es. Wir haben uns bedankt – ich glaube wir hätten länger da bleiben können, aber wir wollten nicht stören. Und wir wollten keine Staublunge einfangen. Aber wenn man bedenkt, dass der Fahrer dies nun für 22 Wochen macht… Rückwärts ans Feldende fahren und eine neue Linien schneiden – tagein taugaus.

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Danach geht es weiter zum Inkerman Lookout – aber immer noch ein Auge auf die Eisenbahn, denn Brigitte hatte ihre Lokomotive immer noch nicht.
Beim Lookout angekommen wurden wir auf eine sehr steile Strasse hingewisen. Ob das unser Wagen schafft? Wir werden sehen. Aber es machte es flott – mit 20km/h keuchte er hinauf. Oben hat man einen sensationellen Ausblick über die Landschaft. Anscheinend wurde diese Erhebung schon von der Aborigines als Übermittlungsposten benutzt. Jetzt stehen ein paar Antennen da.
Von hier aus sieht man über die Landschaft – überall Parzellen.

Weiter hinten sieht man das Meer. Es wird sogar auf die Yongala hingewiesen – ein Dampfschiff das – soweit ich mich erinnere – 1911 gesunken ist. Ich hatte sie vor Jahren betaucht (ein wirkliches Erlebnis). Sie liegt nur 54km von hier aus auf dem Grund.

Beim herunterrollen Richtung Haupstrasse sahen wir wieder einen Zuckerrohr Zug, den erwischen wir! Birgitte konnte so ihren Zug filmen. Erwähnenswert ist, dass man die Wagons auf Lastwagen rollen lässt (die Strasse ist am Ende der Schiene etwas tiefer gelegen) und die Wagons werden so zu den Zuckerrohrmäher gebracht.

Weiter geht es zur Wunjunga Beach – diese Namen.
Es führt eine „dirt Road“ also nicht geteert dorthin. Über ein Gebiet das einem Ornitologen das Herz höher schlagen lassen muss, das Weiacher Moor – Faktor 100 oder mehr.
Die Strasse Endet an der Beach, sie führt aber zuerst an einem Camping Platz vorbei (Generators sind erlaubt – yak) und durch ein Dorf mit dem Namen: Wunjunga – welche Überraschung.
Wir stehen wieder einmal an einem Strand und fragen und ob wir je an einem Strand waren wo nicht gerade Ebbe herrscht. Dafür kann man etwas hinaus laufen und die vielen kleinen Krabben beobachten.

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Es wird aber langsam Zeit retour zu fahren. Beim Campingplatz gönnten wir uns einen Kaffee und hofften auf das Burning.

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Und da schau her, als ich um 4 Uhr angerufen hatte sagte Greg, dass sie heute ein Feld gleich neben seiner Farm anzünden. Also nichts wie hin.
Wir mussten dort noch etwas warten aber konnten so mit den Leuten sprechen die das Feuer entfachen.

Sie haben so eine Spritze die ein Gemisch aus Petroleum und Diesel heraus spritzt. Das zünden sie an und halten es an das Zuckerrohr – wie eine Fakel.
Zuerst aber drücken sie mit einem Fahrzeug das Zuckerrohr des benachbarten Feldes zur Seite und danach bespritzen sie es mit viel Wasser – es soll ja nicht zu viel abbrennen. Nur so viel wie sie am nächsten Tag schneiden können. Steht das Zuckerrohr länger herum verliert es den Zucker.

Danach gilt es ernst: anzünden und ab geht die Post!!!!

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Sogar Brigitte wurde zu einem Pyromanen – es war echt beeindruckend. Nach 20 Minuten war das 150m x 150m grosse Feld abgefakelt. Ringsum sieht man mehrere Flder brennen. Die Asche fliegt durch die ganze Gegend – man nennt es Burdekin Snow oder Black Snow.

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Haben die hier schon etwas von Feinstaub gehört 😉
Ach ja unser Nachbar muss bis Dienstag nicht arbeiten, da heute sein Laster kaputt ging – bei vollem Lohn – und der ist echt gut – er hat mir ihn gesagt, ich wollte ich hätte so viel!

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