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190619 – Cairns

So, der letzte Tag in Australien. Zuerst musste das Gepäck für den Flug gepackt werden und dann das Morgenessen.
Das was schnell gemacht. Ab geht es zum Strand, zum Meer um meine Theorie zu überprüfen. Und: es war Ebbe!
Wir marschierten dem Strand entlang und tranken einen Kaffee an einer der Bars, die es da gibt. Etwas später sahen wir einem Pelikan zu, der sich gewaschen hat. Danach besuchten wir das Aquarium, wir sahen dort zu, wie sie die Rays futterten. Es ist aber doch schöner den Fischen beim Tauchen zuzuschauen.
Nach zwei Stunden waren wir auch dort durch und retour Richtung Strand assen wir einen Cesar Salat.
Da kommen auf der anderen Seite der Strasse Arbeiter, die die Markierung verbessern mussten. Das hingegen sagt vieles aus. Die kamen an und mussten eine Handicap Markierung verbessern. Es waren noch zwei weitere solche Markierung vorhanden. Die liessen sie sein. Ich sah keinen Unterschied. Aber zuerst verbrachten sie ca 10 Minuten um das Gebiet abzusperren. Die Verkehrs „töggel“ wurden hin und her geschoben, sie machten einen Schritt zurück und bewunderten ihr Werk, korrigierten und kontrollierten wieder. Dazu brauchte es zwei Mann resp eine Frau und ein Mann. Danach kam ein dritter hinzu der hat dann blaue Farbe über die bestehende Farbe geleert und verstrichen hat. Die anderen zwei schauten gespannt zu. Nach ca 30 Minuten waren sie damit fertig. Nun muss die Farbe trocknen. Sie setzen sich daneben und einer begann ein Sandwich zu essen. Etwas später stand ein weiterer auf um einen Hamburger zu kaufen. Noch etwas später kam ein drittes Auto hinzu und ein weiterer Mann stieg aus. Nun sassen sie zu viert da und schauten der trocknenden Farbe zu.
Wir haben uns ca 12:00 zum Essen hingesetzt. Unser Flug geht um 18:00 macht bitte etwas voran!
Tatsächlich um 14:00 nahm der vierte Mann die weisse Farbe heraus und mit einer Schablone malten sie genau das gleiche Symbol das sie vorhin übermalt haben.
Nun geht es wieder ans trocknen. Wir müssen gehen, unser Flug geht.

190618 – Cairns

Heute heisst es abreisen. Den Luggage Transport haben wir auf 09.30 Uhr bestellt. Wir nehmen uns Zeit für ein ausgewogenes Frühstück. Danach machen wir das Online Checkin für die Rückflüge. Wir sind so schnell fertig, dass wir nochmals den Bird Hide besuchen. Aber diesmal ist nichts los. Auf vielseitigem Wunsch von Urs gehen wir nochmals zu den Palmen, wo die Kingfisher sitzen sollten – und tatsächlich! sie sitzen dort! Zum Glück konnte Urs überzeugt werden, unbedingt nochmals dorthin zu watscheln… Wir konnten somit noch schöne Aufnahmen schiessen rsp. filmen. Auf dem Rückweg trafen wir unseren Guide von gestern und haben ihm darüber berichtet. Er hat es gern gehört.

Pünktlich(!) um 0930 wurde unser Gepäck in unser Auto verfrachtet. Wir mussten also tatsächlich auschecken. Danach fuhren wir Richtung Mossmann nach Mareeba. Unterwegs besuchten wir eine Gärtnerei, eine Distellerie und ein Work Coffee. Die Gärtnerei war interessant, leider unpassend für uns eine Pflanze zu kaufen. Aber wir wissen nun wie wir eine Mango pflanzen müssen: Stein längssseits einpflanzen, Früchte gibt es nach ca. 10 Jahren. Wenn wir uns beeilen, ist die erste Ernte vor unserer Pensionierung bereit. In der Distellerie verkauften sie Vodka, Gin und Whisky, kein Rum. Somit Tschüss! Gin haben wir zu Hause.
Im Work Coffee tranken wir einen Kaffee, unsere Hoffnung auf eine Kaffeefabrik zu stossen, zerschlug sich leider, wir hätten Kaffeebohnen kaufen können und alles was es zum Kaffeetrinken braucht.

Kurz vor Atherton bogen wir zu einem vermeintlichen Damm ab, aber der war dann doch zu weit weg, dass wir uns wieder nach Atherton aufmachten. Aber irgendwie verpassten wir diese Stadt. Der Wegweiser zeigte dann neu Yungabarra, kein Atherton. Nicht schlimm, wir waren vor 7 Jahren dort. Aber langsam wurde es Zeit für ein Mittagessen. Gross angekündigt Nicks Restaurant in Yungabarra: Open, closed on Monday. Ha ! heute ist Dienstag we are lucky!. Aber es ist trotzdem geschlossen. Urs ist überzeugt, bereits vor 7 Jahren war es geschlossen. Ich mag mich nicht mehr daran erinnern. Aber vis à vis gibt es ein anderes Kaffee, das ist geöffnet. Dort gibt es homemade Pies. Mmmm fein!. Well, ich habe dieses Ding noch in Cairns verdaut. War also nicht sehr schmackhaft. Wir haben die beiden letzten bekommen.

Wir fuhren also mit gefülltem Magen weiter und stoppten bei den Kauri Trees bei einem Crater See. Dort gibt es ein nettes Teehaus, dort wäre das Meal wahrscheinlich besser verdauchlich gewesen. Auf dem See war grad eine Bootstour am laufen. Der Lautsprecher schallte ziemlich laut und wir hörten, dass es zwei sehr sehr alte Bäume dort gab. Die sind wir dann auch noch angucken gegangen. Twintrees, very tall and very old.

Dann weiter bis nach Gordenovale und schlussendlich nach Cairns. Die Strasse nach Gordonvale hinunter hat es in sich. Es ist sehr sehr kurvig. Ich verzichtete darauf, die Strassenkarte zu studieren, denn ich wollte mir die Pie nicht nochmals durch den Kopf gehen lassen. Wir sind wieder im gleichen Hotel abgestiegen. Dort haben wir zuerst eingecheckt und danach tanken und das Auto abgeben. Nun waren wir unmotorisiert. Wir liefen etwas der Esplanade entlang und mussten feststellen: Es herrscht immer noch Ebbe. Vor 7 Jahren waren wir hier: es war Ebbe und nun sind wir wieder hier: es ist Ebbe. Die Theorie von Urs lautet: Durch die Erderwärmung hat sich der Schwerpunkt der Erde verschoben. Es befindet sich jetzt im Norden von Australien. Somit ist der nördliche Teil von Australien schwerer und liegt tiefer, somit herrscht im Norden immer Flut und im Süden immer Ebbe. Alles klar soweit? Tatsache ist: Es gibt eine Menge Schlamm. Die Cairnser müssen in einem Schwimmbad baden, wei der Strand verschlammt ist und wenn es Wasser hat, dann hat es Krokodile oder Quallen oder beides (hahaha). Wahrscheinlich bädelet auch noch der weisse Hai darum herum. Wir baden auf jedenfall nicht. Am Pier sahen wir nochmals zwei Kingfisher. Wir assen noch eine Glace, besuchten den Nightmarkt und gingen zurück zum Hotel wo wir die Happy hour ausnützen. Wir assen wieder balinesisch. Morgen müssen wir noch einen Tag herumbringen bevor es nach Hause geht.

190617 – Thala Beach Resort Port Douglas

Am Morgen um 8:00 geht es los zum Bird Watching Walk – 8:00 ist etwas spät nicht, aber was solls. Wir wären so oder so früher wach, denn die Sonne scheint um 6:00 ins Zimmer.
Gut dann geht es los: zuerst schauen wir ein Bild eines Weisskopfadlers an, danach ein weiters Bild – haben wir die falsche Tour gebucht? Danach aber geht es hinaus, aber es ist bewölkt und es gibt wenige Vögel – daher gab es eher einen Treewalk als ein Bird Walk. Aber auch das war interessant. Lustig ist ein Name eines Baumes :yellow wait-a-while…. warum heisst er so? Schaut einmal die Widerhaken an, wenn man durch den Busch geht und man sich mit dem Arm dort verhängt – was meinst du was machst du??? genau warte ein wenig 🙂

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Danach ging es zum Bird hide, aber auch dort gab es nicht viel zu sehen. Der Guide sagte aber uns wir sollen am Nachmittag selber hierherkommen, denn dann sei es schönes Wetter und dann sind die Vögel hier.

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Gut retour beim Hotel genemigten wir uns einen Kaffee und wir lasen im Zimmer etwas. Danach gönnte sich Brigitte eine Hot Stone Massage- Darauf hatte sie sich schon lange gefreut. Ich schnappte mir ein Buch und ging zum Strand und hoffte auf schönes Wetter.

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Nur das kam nicht. Nach dem Brigitte fein nach Kokosnussöl riechend wieder auftauchte blieben wir noch weiter am Strand und warteten auf das versprochene schöne Wetter. Vergebens, daher gingen wir dann zum Zimmer lasen dort noch etwas, denn es begann zu tropfen.
Aber nicht lange – daher entschlossen wir dennoch zum Bird Hide zu gehen.

Dort angekommen war zunächst wieder nichts los, aber dann tauchen doch ein paar Vögel auf die sich im Teich badeten. Später gingen wir zum südlichen Buschpfad. Der wird wohl selten begangen, denn da ich voraus marschierte sammelte ich mindesten 1000 in Worten Tausend Spinnwaben ein. Mindestens. Aber wir sahen doch noch ein paar weitere Vögel.

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Retour im Zimmer gab es eine Dusche …

190616 Thala Beach Resort – Port Douglas

Wir wurden eher früh geweckt, einerseits weil der Wind und das Meer relativ laut sind, andererseits weil die Hochzeitsgesellschaft offenbar um 0630 (!) an den Strand fuhr. I ch sah auf jedenfall die Braut auf einem Hotelwägeli sitzen. Hier wird offenbar anders gefeiert als bei uns. Die Gäste waren alle frühmorgens noch oder wieder hier und haben gefestet.

Das Restaurant ist so gelegen, dass während dem Frühstück die Vögel beobachtet werden können. Insbesondere wenn sie kreischen wie wild, da sie sich ums Futter streiten. Urs musste natürlich grad seine Kanone zücken und die Vögelchen ablichten.

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Nach dem Frühstück – leider mit Filterkaffee – fuhren wir nach Port Douglas. Auf dem Weg dorthin gibt es eine Art Zoo. Wir hielten kurz an um uns das genauer anzuschauen, fuhren jedoch dann weiter denn heute ist Markt. Es regnete aber es war warm. Wir konnten gut parkieren und stürzten uns ins das Getümmel. Es ist ein Markt wie er halt so ist, viele Leute, viel Zeugs und viel das man nicht braucht. Mittlerweilen wurde es ganz schön warm, nichts mehr mit Regen sondern herrlicher Sonnenschein. Als wir die Einkäufe erledigt hatten, marschierten wir nun bewaffnet mit Hut und Sonnenbrille und 2 Aepfel um Port Douglas zu erkunden.Zuerst zum Hafen dann wieder durch den Markt und dann fanden wir einen Zugang zum Walkingtrail. Der ging auf und ab über Treppen und mit mehreren Lookouts und wir hatten keine Ahnung wo wir landen würden. Aber es gab noch andere Leute auf dem Weg somit ganz falsch konnte es nicht sein. Dann so ca 30 Minuten (gefühlte 60) kamen wir an eine erste Tafel und nach einiger Zeit habe ich das System sogar begriffen. Normaly steht da „you are here“, hier standen Nummern und wo die Nummer war da war unser Schild und wir auch. Kapiert?

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Port Douglas liegt wirklich sehr schön, gepflegt, viele Resorts, schöner Strand. Ach ja, Urs wollte endlich wieder einmal einen Tauchshop von Innen sehen und steuerte einen grossen Shop an- Peng! geschlossen es ist Sonntag. Tja, Pech gehabt.

Nach unserem Walk an der Sonne genehmigten wir uns eine feine Icecream und machten uns danach wieder auf den Rückweg. Wir entschlossen uns, einen Besuch im Zoo zu machen. Hat sich mehr oder weniger gelohnt, wir haben nun lebende Kängurus gesehen, einen Cassowary, diese Vögel sind mächtig gross, und viel anderes Tierzeugs. Aber eben, es ist ein Zoo.

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Wieder zurück im Hotel ruhten wir uns etwas auf unserer Terasse aus bei einem Bier und Cider, welches wir ja noch übrig hatten. Später war es Zeit um mal unsere Beach und den zweiten Pool zu beaugapfeln. Wir liefen also runter und runter und fanden den Strand auf anhieb. Es war nicht viel los aber er ist schön gelegen. Urs wollte unbedingt etwas am Strand entlang laufen, wirklich er wollte unbedingt! aber ich wollte auch unbedingt, somit waren die Bedingungen klar, wir liefen wieder einmal einem Strand entlang. Man kann sogar seine sandigen Schuhen mit Beseli oder mehr Pinsel abpinseln. Haben wir aber nicht gemacht, wir hätten uns bücken müssen. Dann der Rockpool ist einfach nochmals ein Becken wo Wasser aus einem Felsen fliesst, deshalb ist es auch kälter (hahaha), ich glaube eher es ist, weil er mehr im Schatten liegt, jawohl.

Morgen haben wir ein Natur-Bird-Walking gebucht, es heisst wieder eher früher auf, um 0800 Uhr geht es los. Frühstücken müssen wir vorher, danach ist das Buffet geclosed. Und: Morgen gibt es eine Hot Stone Massage für mich :):):)

190615 – Port Douglas

Heute sind wir etwas früher aufgewacht wie sonst und haben somit etwas mehr Zeit. Als erstes besuchten wir noch kurz den Strand, nur um zu schauen, ob das Meer in Australien auch etwas anderes kennt wie Ebbe. Auf eine Wetteränderung haben wir auch gehofft. Das ist auch geschehen, gestern war es bewölkt, und über die Nacht begann es zu regnen.
Beim Morgenessen aber hat es wieder abgetrocknet.

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Nun geht es ab Richtung Cairns, als wir unterwegs einen Lookout fanden stopten wir und marschierten etwas durch den Regenwald. Wir haben zumindest 1% die Hoffnung einen Cassowary zu sehen, denn es ist das Gebiet wo es noch solche geben soll. Tja nix wars.

190614 – Mission Beach

Um 0900 Uhr brachen wir die Zelte ab in Ayr und fuhren nun weiter gegen Norden. Es lagen doch gut 300 km vor uns. Wir sind bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel losgefahren. Aber weiter nördlich nehmen die Wolken und das Grau deutlich zu. Wir passieren Townsville, Ingham, Cardwell und Tully. In Ingham haben wir stielvoll bei Mc Donalds etwas gegessen. Danach weiter nach Tully. Es gibt noch einen Lookout auf die Hinchinbrook Islands, sehr eindrücklich. In Tully zweigen wir nach Mission Beach ab. Wir haben uns entschlossen, hier zu übernachten, wenn wir einen freien Campingplatz finden. Wir fahren durch Mission Beach durch, der Küste entlang und weiter und weiter bis mein Copilot meinte: umkehren wir sind zu weit. OK, dann zurück. Der erste Platz, den wir dann ansteuerten fand nicht mein Wohlwollen. Nun sind wir auf einem grosszügigen Platz. Grosszügig auch im Sinne des Preises. Die clevere Dame am Empfang hat uns zuerst falsch platziert, danach neben einem anderen Wägeli, obwohl die weiteren 4 Plätze daneben frei wären. Aber vielleicht füllt sich der Platz ja noch, ist ja erst 17.15 Uhr.
Wir sind noch gut eine Stunde am Strand entlang spazieren gegangen, es ist natürlich Ebbe.

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Aber der Strand ist fast menschenleer, es ist nichts los. Ev da das Wetter nicht so lovely ist?. Heute ist die letzte Nacht in diesem Camper, morgen wechseln wir auf ein normales Auto und fahren damit in ein Resort in der Nähe von Port Douglas. Ich bin gespannt was uns dort erwartet. Auf jeden Fall ein richtiges Bett 🙂

190613 – Ayr

Heute fahren wir wieder etwas Richtung Süden, denn da kann man noch ein oder zwei Sachen Anschauen. Gestern sind wir ja in der Hoffnung auf das Zuckerrohrfeld Brennen daran vorbei gefahren.
Zuerst haben wir die Burdekin River Bridge angeschaut. Diese Überbrückt den Fluss bei Home Hill. Für diese Region ist diese Brücke sehr wichtig, denn der Fluss trennt das Land, wenn er mehr Wasser hat. Früher hatte es eine niedrigere Eisenbahnbrücke, aber von der sieht man noch knapp die Pfeiler.
Als wir die Brücke zur Hälfte überquert haben (sie ist 1,1km lang) sahen wir, dass der Fussgängerweg gesperrt ist – under Maintenance. Wir haben doch schon ein Glück!
Aber als wir näher kamen winkte uns ein Arbeiter von der Brücke oben herab, wir sollen doch passieren.
Auf der anderen Seite konnte man etwas erhöht über die Zuckerrohrfelder schauen – Zuckerrohr soweit das Auge reicht.

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Brigitte wollte noch unbeding eine Lokomotive filmen. Bisher hatte sie nur die Wagen erwischt. Deshalb machen wir hie und da einen Abstecher von der Hauptstrasse um die Schienen zu überqueren. Da sehen wir wie eine Schneidmaschine gerade ein Feld schneidet und wie der Lastwagen hinterher fährt um das geschnittene Zuckerrohr aufzufangen.

Wir haben das natürlich fotografiert und gefilmt. Um es besser zu sehen fuhren wir ans andere Ende des Feldes und so konnten wir das Ganze von vorne sehen.

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Da wurden wir vom Fahrer der Schneidemaschine bemerkt. Er hat angehalten und uns zugerufen ob wir mitfahren wollen. Was für eine Frage!
Ich durfte in die Schneide Maschine steigen und Brigitte in den Lastwagen. Das hat gerumpelt und gestaubt. Aber lustig war es. Wir haben uns bedankt – ich glaube wir hätten länger da bleiben können, aber wir wollten nicht stören. Und wir wollten keine Staublunge einfangen. Aber wenn man bedenkt, dass der Fahrer dies nun für 22 Wochen macht… Rückwärts ans Feldende fahren und eine neue Linien schneiden – tagein taugaus.

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Danach geht es weiter zum Inkerman Lookout – aber immer noch ein Auge auf die Eisenbahn, denn Brigitte hatte ihre Lokomotive immer noch nicht.
Beim Lookout angekommen wurden wir auf eine sehr steile Strasse hingewisen. Ob das unser Wagen schafft? Wir werden sehen. Aber es machte es flott – mit 20km/h keuchte er hinauf. Oben hat man einen sensationellen Ausblick über die Landschaft. Anscheinend wurde diese Erhebung schon von der Aborigines als Übermittlungsposten benutzt. Jetzt stehen ein paar Antennen da.
Von hier aus sieht man über die Landschaft – überall Parzellen.

Weiter hinten sieht man das Meer. Es wird sogar auf die Yongala hingewiesen – ein Dampfschiff das – soweit ich mich erinnere – 1911 gesunken ist. Ich hatte sie vor Jahren betaucht (ein wirkliches Erlebnis). Sie liegt nur 54km von hier aus auf dem Grund.

Beim herunterrollen Richtung Haupstrasse sahen wir wieder einen Zuckerrohr Zug, den erwischen wir! Birgitte konnte so ihren Zug filmen. Erwähnenswert ist, dass man die Wagons auf Lastwagen rollen lässt (die Strasse ist am Ende der Schiene etwas tiefer gelegen) und die Wagons werden so zu den Zuckerrohrmäher gebracht.

Weiter geht es zur Wunjunga Beach – diese Namen.
Es führt eine „dirt Road“ also nicht geteert dorthin. Über ein Gebiet das einem Ornitologen das Herz höher schlagen lassen muss, das Weiacher Moor – Faktor 100 oder mehr.
Die Strasse Endet an der Beach, sie führt aber zuerst an einem Camping Platz vorbei (Generators sind erlaubt – yak) und durch ein Dorf mit dem Namen: Wunjunga – welche Überraschung.
Wir stehen wieder einmal an einem Strand und fragen und ob wir je an einem Strand waren wo nicht gerade Ebbe herrscht. Dafür kann man etwas hinaus laufen und die vielen kleinen Krabben beobachten.

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Es wird aber langsam Zeit retour zu fahren. Beim Campingplatz gönnten wir uns einen Kaffee und hofften auf das Burning.

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Und da schau her, als ich um 4 Uhr angerufen hatte sagte Greg, dass sie heute ein Feld gleich neben seiner Farm anzünden. Also nichts wie hin.
Wir mussten dort noch etwas warten aber konnten so mit den Leuten sprechen die das Feuer entfachen.

Sie haben so eine Spritze die ein Gemisch aus Petroleum und Diesel heraus spritzt. Das zünden sie an und halten es an das Zuckerrohr – wie eine Fakel.
Zuerst aber drücken sie mit einem Fahrzeug das Zuckerrohr des benachbarten Feldes zur Seite und danach bespritzen sie es mit viel Wasser – es soll ja nicht zu viel abbrennen. Nur so viel wie sie am nächsten Tag schneiden können. Steht das Zuckerrohr länger herum verliert es den Zucker.

Danach gilt es ernst: anzünden und ab geht die Post!!!!

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Sogar Brigitte wurde zu einem Pyromanen – es war echt beeindruckend. Nach 20 Minuten war das 150m x 150m grosse Feld abgefakelt. Ringsum sieht man mehrere Flder brennen. Die Asche fliegt durch die ganze Gegend – man nennt es Burdekin Snow oder Black Snow.

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Haben die hier schon etwas von Feinstaub gehört 😉
Ach ja unser Nachbar muss bis Dienstag nicht arbeiten, da heute sein Laster kaputt ging – bei vollem Lohn – und der ist echt gut – er hat mir ihn gesagt, ich wollte ich hätte so viel!

190612 – Ayr

Nach dem üppigen Frühstück schauten wir noch den Strand in Conway an den sie stark verbessern. Mit Bagger und Spezialschaufeln sieben sie sozusagen den Strand.

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Der Sand liegt in Haufen umher und Steine sind schön aufgehäufelt und die Spielplätze sehen brandneu aus.

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Offenbar wollen Sie gegen die Überalterung ankämpfen oder einfach Familien anlocken oder beides. Dieser Teil der Insel ist auf jedenfall der ruhigere als in Airlie Beach. Auf dem Rückweg liegen die Cedar Falls. Sehr schön gelegen über eine Graveldroad anzupeilen. Wie immer schwimmen Leute vor der Linse von Urs. Auch mit diesem SoftiCamperAuto lässt es sich auf einer Gravelpiste fahren, aber es ist nicht das gleiche – sagt Urs. Wenigstens hat das Auto jetzt dreckige Räder.
Dann in Proserpine suchten wir das Visitor Center. Seit 2 Jahren gibt es das zwar nicht mehr aber im Museum gibt es noch etwas an Prospekten und Informationen. Wir hatten einen Helikopterflug in Erwägung gezogen, aber sind dann von diesem Plan abgekommen, zu teuer etc. Next Stop Big Mango in Bowen.

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Dies ist ein Visitor Center wie es im Buche steht. Vor dem Center steht eine riesige Mango aus Fiberglas. Leider ist grad keine Mangosaison, deshalb gibt es keine frischen Früchte. Dafür gute Information. Bowen liegt schön an mehreren Buchten und diese haben wir abgewalkt. Es geht etwas auf und ab, was daran liegt dass die Bays unten sind und die Look outs oben. Okay. Die Murray Bay ist wunderschön mit privaten Grundstücken. Diese wollen par tout nicht, dass man dort vorbei geht. Schilder sagen deutlich go out! That Way, no way, keep out.

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Eigentlich wollten wir nicht ganz bis nach Rose Bay sondern vorher wieder retour nach Horseshue Bay, aber mangels Beschilderung sind wir in der Rosebay gestrandet. 400 Meter wieder zurück und über den richtigen Weg retour. Wir hatten ja nach 110 km zu fahren bis nach Ayr und zu diesem Zeitpunkt war immer noch die Hoffnung auf ein Sugar Cane Burnig. Urs, der Pyroman, muss das unbedingt sehen. Er telefoniert hartnäckig diesem Greg der die Brände legt. Schlussendlich war aber dann heute doch nichts. Ziemlich sicher morgen Abend. Somit nächtigen wir im vorreservierten Big4 Platz ind Ayr 2 Nächte. Die Dame an der Reception, bei der wir heute morgen telefonisch reservierten, hat uns für gestern eingetragen. Und da war der Platz voll… jetzt ist er halb leer. Aber ist ok. Es scheint ruhig zu sein. Unser Nachbar ist für 6 Monate hier, er arbeitet als contracter. In dieser Zeit wohnt er in einem gemütlichen, üppig ausgestatteten Campingwagen.

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Hier gibt es rundherum Zuckerrohr. In Home Hill, ca 5 km vor Ayr riecht es nach der Molasse und die Zuckerzüge liegen ebenfalls dort. Morgen haben wir Zeit all dies anzusehen. Die Gegen hier ist der Burnekin Distrikt. Und hoffentlich gibt es morgen eben ein Feuerchen.

190611 – Conway

Ueberaschenderweise sind wir aufgestanden nachdem die Boote schon weg waren – so ist das Leben. Schweren Herzens verzichten wir halt darauf. Somit haben wir einen gemütlicheren Tag vor uns.
Zuerst Airlie Beach: Wir fuhren direkt in die Einkaufsmeile – die nicht einmal so gross war. Parkiert haben wir beim Segelclub. „open for public“ jaja nur sind sie am umbauen, eifrig sind sie am bepflanzen. Sind wir auch hier immer noch Vorsaison? Wir tummelten uns durch die Läden und haben nach Souveniers gesucht – Patenschaft verpflichtet.
Nach dieser Anstrengung gönnten wir uns je einen Muffin und einen Kaffee – beide waren wirklich ausgezeichnet.

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Wir fuhren weiter Richtung Flughafen, die Abzweigung habe ich verpasst. Also noch weiter, denn Umkehren ist nicht gerade einfach. Nach Airlie Beach wurde es etwas hügelig. Und der Caravan ist nicht gerade übermotorisiert. Er japste mit 40km/h den Hügel hinauf. Bergab gieng es schneller, da musste ich ihn sogar etwas zügeln. Aber nicht lange dann ging es wieder bergauf.

Plötzlich war links von uns ein Schild: Campingplatz. Wir wussten, dass es ganz hinten einen Zeltplatz gab. Wir schauen uns den mal an. Beim Lesen der Wegbeschreibung (man muss zum Zeltplatz laufen) kam eine Frau bei uns vorbei und fragte ob sie helfen kann? Manchmal sind die Aussies wirklich entgegenkommend.
Sie empfahl uns den Mt Rooper Rundweg rechts zu beginnen, denn so ist es zuerst steiler.
Mt Rooper, Mt Rooper, so heisst doch der Berg den wir von Conway aus besteigen wollen? Gut wir beschlissen den Aussichtspunkt anzugehen und wechselten noch rasch die Schuhe. Bei der Gelegenheit schauten wir noch im Reiseführer nach. Wenn wir ihn gestern etwas genauer gelesen hätten… Mt Rooper besteigt man von hier aus, Conway ist ganz woanders.

Also los, bei blauem Himmel stiegen wir hoch und nach einer Weile konnten wir die Aussicht geniessen. Gut, wenn die Bäume etwas niedriger wären, würden wir sogar noch etwas sehen. Aber einen kleinen Ausschnitt sieht man schon.

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Danach geht es wieder abwärts und wir suchten noch den Zeltplatz auf – Swamp Bay. Der liegt echt idyllisch – das WC is entsprechend. Aber hier könnte man direkt am Strand zelten, wenn einem Steine als Unterlage nichts ausmachen.

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Die ganze Strecke war etwas über 5km.

Zurück beim Auto wird es langsam Zeit den nächsten Zeltplatz aufzusuchen, aber vorher noch etwas einkaufen und tanken.

Richtung Conway durften wir feststellen, dass die Häuser und die dazugehörigen Grundstücke grösser wurden. Die Gegend ist etwas ruhiger.
Der Campingplatz ist recht speziell, sehr bunt und im 50er USA Stil gebaut.

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Beim einchecken sahen wir, dass es Fisch Calamers und Chips gibt den man bestellen kann … das haben wir natürlich gemacht.

Jetzt sitzen wir vor einem Glas Wein und einem Käse, das Leben kann so schön sein.

Airlie Beach- 190610

Eine Tankstelle suchen, das war das erste Ziel des heutigen Tages. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten des Co-Piloten (ich) fanden wir aber doch noch die richtige Richtung und eine Zapfsäule. Diesmal Benzin! Danach auf nach Süden. Die Strecke ist nicht sehr interessant, Sugar Canes links und recht sowie Mangobäume. In Ayr stoppten wir an einer Information und erhielten jede Menge Prospekte. Die Dame dort war selber überrascht, was sie alles fand. Danach in Burdekin Distrikt erfuhren wir, dass hier noch Zuckerrohrfelder abgebrannt werden und man zusehen kann. Heute ist ein solcher geplanter Brand, aber wir haben ein anderes Ziel. Abbrennen tun sie, um die trockenen Blätter zu verbrennen damit diese beim Schneiden sonst auf dem Boden verteilt würden und das Einsickern des Wasser bei der Bewässerung verhindern würde. Das Wasser würde einfach davonlaufen. Sugar Cane benötigt 1,5 m Regenfall pro Jahr. Wir behalten diese Information für den Rückweg auf.
Ursprünglich wollten wir nach Conway Beach, aber wir haben uns jetzt doch entschieden nach Airlie Beach zu fahren und in einem Big 4 Campingplatz zu logieren. Eigentlich dachten wir, es würde eh keinen Platz mehr haben, aber dem war nicht so. Die Reception gleicht einem Hotelempfang und der Platz ist dementsprechend auch etwas teuer. Wir haben uns mit möglichen Ausflugsideen bewaffnet was wir nun morgen unternehmen konnten. Schlussendlich mussten wir uns entscheiden zwischen: Aufstehen um 0600 Uhr und mit mindestens 100 anderen Touristen auf einen Katamaran auf eine Bootstour zu gehen, aufgezwungene Aktivitäten durchzuführen und zu shoppen. Oder Auszuschlafen, nach Conwai zu fahren und dort die Inseln vom Land aus zu betrachten – wir werden uns nach dem Aufstehen entscheiden, ha!

Der Platz ist nett, wir sind auf einem Swiss Spot, denn unsere 3 Vorgänger waren auch schon Schweizer. Unser Nachbar, ein Aussi aus Victoria, fragte uns grad zu beginn, ob wir Schweizer sein? Weshalb er das denn denke? Eben, die letzten Nachbarn seien auch aus der Schweiz gewesen.

Wir haben nun die Zeit genutzt etwas die nächsten Tage zu planen. Wir haben Hühner und Enten um uns herum – und Sandflöhe.