190609 – Townsville

Am Morgen sind wir nicht allzu früh aufgestanden und haben gemütlich Zmorge gegessen. Die Fähre fährt ja erst um 9:30. Und der Hafen ist ja gerade um die Ecke. Als wir angekommen sind und parkierten, wurde uns mitgeteilt dass die Fähre in 6 Minuten fährt. Daher sprang Brigitte aus dem Auto um die Tickets zu kaufen und ich parkiert das Auto – Gewaltentrennung.
Am Terminal konnten wir einsteigen und die Fähre fuhr auch bald ab. Jemand von uns sagte: typisch wieder einmal auf den letzten Drücker – der andere sagte: pünktlich.

Auf der Überfahrt wurden wir von den Lautsprechern bequatscht was man alles machen könnte – parallel dazu liessen sie aus demselben Lautsprecher Musik laufen. Verstanden hat man daher eientlich nichts, was nicht weiter schlimm war ausser, ohne den Lärm wäre es schöner gewesen.

Drüben angekommen mussten wir uns entscheiden welchen Bus wir nehmen wollen und welche Bucht wir anfahren wollen. Daher gingen wir in das Terminal um eine Karte aufzutreiben. Damit bewaffnet kamen wir wieder an die Bushaltestelle. Da mussten wir uns aber nicht mehr entscheiden, den die Busse zur Horsshoe Bay fuhren gerade los. Daher wählten wir nach langen nachdenken den letzten der da stand: Picnicbay.

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Eigentlich sind die Buchten kleine Dörfer an einem Strand. Sehr – sehr sehr touristisch. Wir marschierten etwas dem Strand entlang – aber es war nicht viel los. Auch die Wanderwege machten und nicht an, der eine war 600m und der andere 8km. Wir hatten Sandalen an….

also dann weiter zum Horsshoebay. Das ist die grösste Bucht und auch touristisch am meinsten ausgebaut, wieder gingen wir der Bucht entlang und entschieden uns etwas zu Mittag zu essen. Salat mit Calamares – hmm das war fein.

Auf dem Retourweg stiegen wir beim „The Fort“ aus. Dort wurden früher zwei Kanonen zur Verteidigung installiert – aber nie gebraucht. Dorthin gibt es einen Wanderweg, ca 90 Minuten. Auf dieser Insel gibt es noch frei lebende Koalas. Und der Weg gehört zum National Park. Leider hat es sich zeitlich so gefügt, dass wir dann den Bus (der einzige der so getaktet war) nehmen mussten, der nicht rechtzeitig zur Fähre kommt. Wir müssten dann dort eine Stunden warten. Somit hatten wir nur 30 Minuten. Wir beschlossen den Weg zu beginnen und unterwegs zu entscheiden was wir machten. Etwas später kamen wir zur Einsicht, dass – obwohl es eine schöne Aussicht sein muss (denn Kanonen haben immer eine gute Aussicht) – wir so etwas schon einige Male gesehen hatten. Und Koalas würden wir sowieso nicht sehen, denn welcher Koala ist so wahnsinnig am Wegrand eines so stark begangenen Weges zu bleiben? Freiwillig, ohne angenagelt zu sein?
Daher rechtsum und retour. Nur was sieht mein trübes Auge? Ein Koala auf dem Baum… doch tatsächlich er bewegt sich, es ist keine Stoffpuppe. Ha es gibt sie also doch.

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Aber eben sie sind gut versteckt und bewegen sich kaum – nicht sehr spektakurär.
Also zurück zur Fähre und retour auf den Camping Platz – wir können noch „The Strand“ anschauen, diese Strandpromenade ist 15 Minuten zu Fuss von uunserem Camping Platz entfernt. Sie muss der Hammer sein – gemäss der Dame am Empfang des Campingplatzes. Wir sassen noch etwas vor unserem Campingwagen herum und machten uns auf den Weg zum „The Strand“ – nur wir mussten wohl irgendwo falsch abgebogen sein und marschierten zwar auch dem Strand entlang aber nicht dort wo es diese Geschäfte geben soll. Aber es war sehr schön, der Abend war warm und zuletzt kamen aus den Mangroven viele Flughunde herausgeflogen, das war richtig cool!

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190608 – Townsville

Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir mit dem Taxi zu Apollo um unser nächstes Auto abzuholen, diesmal ein Campervan Hitop. Fotos folgen. Dieses Auto hat einige sehr angenehme Features: Automatik, Zentralverriegelung, automatische Fensterrunterlasser, Rückkamera, ein mobiles Navi – wobei wir nicht sicher sind, ob das wirklich dazugehört. Weiter Porzellangeschirr (birreweich), einen Toaster, noch originalverpackt(!), Besteck und Geschirr in 4-facher Ausführung, eine Mikrowelle (ohne dazupassendes Geschirr oder Deckel (???), ein Teekocher, 2 Pfannen und eine etwas grössere Bratpfanne sowie natürlich einen Kühlschrank.
Das Bettzeugs haben wir grad wieder zurückgegeben. Dieses Auto wurde kaum gebraucht, ist fast nigelnagelneu. Zum Glück testeten wir noch die Campingstühle (einer war verkackt) sowie den Tisch (hatte ein Loch), beides wurde ersetzt. Der neu Campingtisch ist für 4 Personen… Urs und ich können uns nun richtig von weitem zuprosten.

Die Fahrzeugübergabe ging nun etwas schneller als beim ersten Mal. Im SmithfieldCenter etwas ausserhalb von Cairns sind wir im Woolworth einkaufen. Hier konnte ich vor 7 Jahren meine Brille reparieren. Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Townsville, ca. 350km entfernt. Den Campingplatz haben wir bereits reserviert von zu Hause. Bis nach Inisfail hat es ziemlich geregnet, es war trüb, nass und grau. Erst etwa bei Cardwell war es trocken. Dort machten wir einen kurzen Halt um etwas zu essen und uns die Beine zu vertreten. Es liegt direkt am Strand. Die Strecke ist voll von Zuckerrohr. Links und rechts so weit man sieht: Zuckerrohr und nochmals Zuckerrohr, dazwischen kommen dann wieder Bananen und Bananen. Das Fahren mit diesem Auto fällt mir es birebitzeli einfacher – ich verschalte mich etwas weniger. Bei Townsville haben wir erfolgreich die Ausfahrt verpasst, wir rollten also das Feld von hinten auf. Urs navigierte mich erfolgreich durch die Stadt. Um 17.00 Uhr trafen wir auf dem Camping Platz Rowes Bay, ein Big4, ein. Wir waren die letzten die eintrafen. Zum Glück haben wir reserviert! Platz ist voll. Wir haben Strom, yes!. Der wirklich spannende Teil kam aber jetzt erst. Wo schlafen wir? Oben oder unten? Das Bett unten ist nicht wirklich selbsterklärend, irgendwie uneben und zu kurz, oben sind kleine Bretter ala Tretris zu sortieren und die Schrauben schauen nach oben, auch nicht gut. Stauraum? Gibt es, aber wie immer braucht es eine Weile bis alles an seinem Platz ist. Und morgen werden wir sicher nochmals umbeigen. Es gibt also im Innenraum noch 2 Autostühle zusätzlich und theoretisch gäbe es auch noch einen kleinen Klapptisch, aber leider hat der Handwerker nicht seinen Kopf gebraucht, als er den Tisch montierte. Denn es fehlt (nur) 1 cm dann könnte man den Tisch auch aufklappen. Man muss zuerst das Brett vom Bett lösen, zurückschieben und dann geht es, glaub. Wir werden das Tischchen wohl nicht brauchen. Auch mit Internet hat Urs keine Montageanleitung für das Bett gefunden, aber zum Schluss haben wir dann das Prinzip trotzdem verstanden. Wir werden morgen sehen.

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Das Kochen war ebenfalls eine Herausforderung, der Herd (brandneu und noch nie gebraucht) ist im Auto drinnen. Bei geöffneter Rückklappe und Seitentüre windet es leicht, die Gasflamme geht dabei immer wieder aus. Wir haben ja Zeit und das Chicken und die Hörnli werden irgendwann einmal gar. Das Beste aber: Plötzlich geht der Rauchmelder an! Der Ton ist etwas unangenehm. Der Rauchmelder ist oberhalb des Gasherdes montiert… Urs hat ihn nun modifiziert. Er wird nicht mehr losgehen. Wir assen dann bei Bier und Cider friedlich unser Abendessen, inkl. Kaffee und Dessert. Wie vor 7 Jahren pilgerten wir dann in die Campkitchen und haben abgewaschen. Die Kitchen sehen immer noch so aus wie damals, Gasherd, Toaster, Kühlschrank, Gerümpel und Geschirr. Aber unser Spülbecken ist voll mit Futter. Wir sitzen nun gemütlich im unserem Auto auf den hinteren Polsterstühlen und planen den nächsten Tag. Magnetic Island, das ist der Plan.

190607 – Cairns

Heute durften wir in einem richtigen Bett so richtig ausschlafen. Der Wecker rasselte erst um 8:30. Der Flug geht ja erst um 12:05. Nach dem Frühstück machten wir uns auf der Weg zum Flughafen. Einchecken geht schnell und schon sitzen wir vor dem Gate.
Der Flug ware ereignislos – nur was macht das Wetter? BEi der Ankunft war es bewölkt und als wir mit dem Taxt vor dem Hotel vorfuhren „schiffte“ es. Abflug bei blauem Himmel – Ankunft bei Regen 🙁

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Der Höhepunkt des Tages: Brigitte fand eine Waschmaschine und Dryer. So nun geht es ab zur Happy Hour.

190606 – Darwin

Heute ging der Wecker erst um 07.00 Uhr, aber der halbe Platz war schon auf den Beinen. Wir schafften es, kurz nach 0800 Uhr abzufahren. Wir fuhren via Pine Creek wieder hoch nach Darwin. Unterwegs hielten wir noch für einen kurzen Rast in einem Park, leider war der wegen Bauarbeiten so halb geschlossen. Wir haben trotzdem gerastet und das Klo haben wir auch gefunden. Nichts kann uns aufhalten. Die tote Kuh auf der Seite des Stuart Highway lag immer noch da und wir sahen tatsächlich noch ein kleine Herde Schwein am Strassenrand. Ich rief zwar spontan, „Büffel“ aber Urs spontan “ das sind Schweine“.. Ok sind beide schwarz.

Ca. 13.30 erreichten wir den Autovermieter, vorher haben wir noch aufgetankt und geräumt. Mit Taxi geht es zurück ins alt bekannte Hotel an der Waterfront. Wir wollten nun zu Market an der Minddlebeach. Wir fuhren mit dem Bus. Das System ist nich wirklich selbsterklärend. Nix ist angeschrieben, ein Australier sagte uns 3 Stationen, aber das stimmte nich ganz. Die erste Station nach dem Kasino, aber wie soll man das wissen, denn die Stationen sind nicht angeschrieben, zumindest haben wir das System noch nicht verstanden. Aber der Driver rief dann aus seiner Kabine “ Minddle Beach !!!). Dann vor Ort, merkten wir, das der Market erst um 16.00 öffnet und nicht schliesst… Wir vertraten uns die Füsse im Botanic Garten, welcher auch halb geschlossen war. Auf dem Kinderspielplatz wird von einer Schlange gewarnt. Urs macht ein Nickerchen. Ihn kann nichts mehr schocken. Dann zottelten wir zurück und assen typisch australisch.

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Rice änd Chicken Honey Nuggets with Noodles und Beef irgendwas, asian style.

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Dann noch einen kurzen Blick auf den Sunset am Strand und zurück mit Bus, den wir grad noch erreichten, ins Hotel. Nun bei Wein und Bier und Internet sind wir zurück in der Zivilisation. Morgen geht es weiter nach Cairns und an der Ostküste entlang.

190605 – Gunlom

Heute Morgen weckte uns doch tatsächlich der Wecker um 5:15. Ich habe in selber gestellt aber es war dennoch überraschend.
Wir hatten aber alles vorbereitet und wir mussten nur den Anker lichten – respektive das Stromkabel lösen und ab geht es.
Bei der Fahrt nach Cooinda sahen wir noch einen Dingo die Strasse überquern. Die Brände in der Nacht kommen noch besser zur Geltung. Nach einer halben Stunde waren wir an der Busstation in Cooinda, wo wir mit einem Bus abgeholt wurden.
Die Yellow Water Cruises sind sozusagen gleich um die Ecke und schon bald waren wir auf dem Boot.

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Schau genau hin, gleich neben dem weissen Vogel (Ibis) liegt ein Krokodil – mit etwas Phantasie leicht sichtbar
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Batman war auch mit dabei:

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Der Fluss heisst yellow water weil früher die Büffel die dauernd da durch zogen den Grund aufwühlten und der Fluss somit gelb war. Ach ja Büffel – die sind nicht gerade einheimisch, vor ca 200 Jahren wurden sie importiert – als Fleisch- und Milch Lieferant. Als die militärische? Ansiedlung nicht erfolgreich war liess man die Tiere einfach laufen. Diese fanden die Gegen sehr angenehm und vermehrten sich enorm – bis sie zu einer Plage wurden. Dies wiederum rief eine eigene Industrie ins Leben: Büffeljagt. Heute sind sie immer noch hier aber ich vermute regulliert.
Der Guide war ein Aboriginal und heisst Ruben er hat noch etwas weisses Blut in den Adern. Aber er fühlt sich als Aboriginal – immer wieder spricht er von seiner Familie. Seine Familie ist entlang der Jim Jim ansässig – Jim Jim bedeute so etwas wie viel Wasser.
Auch er versprach 2 Stunden ununterbrochen zu reden – da hat er locker gehalten. Er kannt viele Tiere und hat sie auch schnell gesehen. Interessant war auch, dass er sagte, dass der Name Kakadu eigentlich eine der drei Sprachen hier in diesem Gebiet sei, nur einfach falsch ausgesprochen. Wenn man die Namen der Site hier, die unterdessen auch wieder mit den ursprünglichen Namen der Aboriginals genannt und beschrieben sind – sieht oder hört ist das verständlich – nicht immer einfach. Auch erwähnt er immer wieder dass sie das Land vom Staat zurückerhalten haben und sie diesen Park an den Staat zurück geleast haben. So kann der Nationalpark betrieben werden.
Der spannenste Mmoment war als in Schwein ca 100m vom Wasser entfernt ca 3m vor einem Krokotil durchspazierte, wir sahen alle gepannt hin – das Krokodil scheint satt gewesen zu sein.
Ein Vogel war auch daneben – nur der muss keine Angst haben. Anscheinend essen Krokodile keine Vögel – die Federn können sie nicht verdauen, und diese müssen dort raus wo sie reingekommen sind. Sie müssen das so ähnlich wie die Katzen mit den Haaren machen … und das machen die Krokodile ungern.

Nach der sehr interessanten Bootsfahrt gab es noch ein Morgenessen. Daher war diese erste Fahrt auch 9$ teurer als die anderen – wir erwarteten einen Kaffee und ein Toast, aber weit gefehlt – es war sehr reichlich.

Wenn die Jim Jim Falls zu sind, sind eventuell die Jim Jim Billabong offen, leider nein. Also wieder kehrt und weiter nach Süden. Da gibt es noch zwei Lookouts die wir noch nicht gesehen haben. Gungurul und BukBukluk (bitte sag das mal ohne zu stottern!). Beim ersten sind wir einem Pfad zu Fuss gefolgt (Der Billabong war geschlossen) beim zweiten haben wur etwas gegessen.
Danach fuhren wir wieder nach Gunlom, der Park ist recht nett, gut ausgerüstet und ich hatte die Gelegenheit die Wasserfälle am Abend zu fotografieren. Der Pool weiter oben ist am Abend wirklich attraktiver.

Hier trafen wir auch wieder auf die Australier die uns den Zündwürfel gegeben haben.

Eine wichtige Aufgabe war jedoch das Gepäck wieder so herzurichten, dass wir morgen schnell lostfahren können und das Auto einfach abgeben können. Es soll spätestens 8:00 losgehen.

190604 – Jabiru Campground

Nach einer ruhigen Nacht, jedoch summten die Moskitos auch noch nachts um 03.00 Uhr, verliessen wir den Platz. Wir waren wirklich nur 3 Parteien. Unmittelbar nach der Ausfahrt aus dem Campground gab es ein Schild: Sandy Billabong, only 4WD Access, natürlich mussten wir dorthin. Die Fahrt war mit Abstand die abwechslungsreichste Strecke bisher, gut 6 km ging es durch Wald und Gras etc. Schlussendlich gab es ein Campingplatz, nur mit Toilette, auch völlig leer und dann den Picnic Platz. Sehr idyllisch gelegen, aber nicht zum Baden wegen Crocodiles.

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Danach bestiegen wir einen Felsen: Burrungkuy (Nourlangie) mit Felszeichnungen, ausnahmsweise kein Teich oder Wasserfall. Es gab einen „Wanderweg“ der rundherum führte, was Urs natürlich haarscharf sofort und auf einen Blick erkannte.
Weiter ging es nun Richtung Jabiru gegen Norden. Dort im Bowali Visitor Center erkundigten wir uns, ob ev. nun der Jim Jim Track offen sei – no definitiv nicht. – und es gibt überall Moskitos, am wenigsten in Jabiru und dort wo wir herkamen, mehr im Süden.

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In Ubirr gibt es um noch 16.10 eine öffentliche Führung, die könnten wir noch besuchen. Ok, aber zuerst essen wir im Restaurant etwas: einen monströsen Bowali Burger – aber zig mal besser als ein Mac.

Jabiru besteht aus Campgrounds, Tankstelle und Sportplatz und dann noch einige Residens. Der erste Campground war voll, der zweite – wo wir sind „Kakadu Lodge“ ist gross und halb leer. Wir buchen einen powered Site. Was machen wir morgen? Es gibt Touren, Cruises die man buchen kann. Wir buchen einen Tour morgen früh „06.45“ Uhr ab Cooinda Lodge, heisst 40 km zurück fahren. Aber es sei die beste Zeit dafür wegen Wildlife etc. Ok, Urs ist ja der Frühaufsteher in Person und ich sowiso. Wir sind mutig und buchen. Bedeutet: Wecker stellen für morgen. Theoretisch gäbe es nun morgen Frühstück mit Toast, da wir ja Strom haben, aber eben nur theoretisch… Thats life. Dafür haben wir eine Tour mit Frühstück, da gibt es dann sicher einen Toast – aber kein Birchermüesli.

Wir fuhren nur zuerst nach Ubirr und zogen mit einigen anderen Touris los durch den Park, die Aussicht am Schluss ist wirklich sehenswert und die Felszeichnungen und etwas Geschichte- Rainbow Serpent“ etc. ebenfalls. Leider ohne Sunset, da bewölkt. Nach 19.00 sind wir wieder auf dem Campground uns staunen – ruhig, keine Mücken voll friedlich und heisse Duschen aber leider kein Campfire. Der Plan für morgen lautet: Bootstour und danach um Yellow Water herum die Lookouts abgrasen und noch einmal übernachten in Gunlum und danach über Pine Creek zurück nach Darwin. Mal sehen.

190603 – Muirella Park

Der Tag begann wie jeden Morgen mit dem Morgengrauen. Den wir selbstverständlich nicht erlebten. Wir machten unser Müesli (mit Heidelbeeren!) und ich konnte ein paar Fotos schiessen. Leider merkte ich zu spät, dass ich irgendwann ISO 4000 eingestellt hatte. Nun ja was solls.
Aber danach bestiegen wir den Gunlom Upper Pool, der am Abend bei einem schönen Sonnenuntergang super aussehen würde. Der Pool ist ganz nahe am Wasserfall, man kann also kurz bevor das Wasser sich in die Tiefe stürzt im Pool herumschwimmen.
Aber eben gestern hatte es Wolken und jetzt ist es morgens. Wir warten nicht bis zum Abend, es hat dann sicher wieder Wolken. Der Weg zum upper Pool wird auch verbessert. Sie bauen nun gerade eine Treppe ein und unten wurde der Pfad zu einem Weg ausgebaut. Ein Lift wird wohl das nächste sein was sie einbauen.
Danach besuchten wir den lower Pool von dem man den Wasserfall von unten bestaunen kann.
Da es hier keinen Kiosk mit Glaces gibt fuhren wir weiter in den Kakadu National Park hinein.
Der nächste Halt ist Makuk Baramundi Gorge. Hier wurden die Wege am Wasser entlang mit Stahlgitter abgesichert, gegen Krokodile. Einmal mussten wir den Schuhe ausziehen um durch das Wasser zu waten. Hier hat ein anderer Tourist die glanzvolle Idee anstelle die Schuhe auszuziehn am Hag entlang zu klettern…. ausserhalb des Hages, ich fragte ihn ob ich ihn Fotografieren dürfe, er war einverstanden. Aber er wurde nicht gefressen.
Weiter hinten gibt es wieder einen Pool und einen Wasserfall, recht hübsch – unterdessen haben wir aber schon ein paar Wasserfälle gesehen.
Zurück am Carpark assen wir ein Stück Brot bestrichen mit Avocado Mantsch … oder wie das heisst. Es ist recht gut – es gibt auch Kichererbsen Mantsch – wie der heisst weiss ich: Humus.
Wir machten noch einen sehr kurzen Abstecher in ein Culture Center, dort sahen wir auch das erste Känguru, welches ich beinahe überfahren hatte, ich konnte gerade noch ausweichen. Wir wissen aber nun was wir heute Znacht essen, denn wir haben ein Stück Känguru im Kühlschrank.

Danach suchten wir einen Platz um zu übernachten. Die ersten zwei liessen wir links liegen: „walk in camping only“ und der andere hatte Platz für ca 4 Autos und ein caravan war schon dort inklusive Generator – neee diesen Lärm brauchen wir nicht.
Also ab zum grösseren: Muirella – nicht Uriella. NO Generator heisst es am Eingang. Und wir waren die ersten!!!!? Hmmm das ist komisch.
Es ist auch schwierig einen Platz zu finden wenn alle frei sind. Also nahmen wir den wo es schon Holz hatte. Ich musste nur wenig holen. Später fanden wir auch heraus warum das so war.

Also zuerst duschen, einrichten, Lagerfeuer aufschichten. War um es so viele Buschbrände gibt ist klar: man muss nur etwas Holz aufeinanderwerfen und ein Zündholz daran halten und schon lodert es. Gut, eventuell hat der Zündwürfel etwas nachgeholfen – aber bevor ihr zu laut lacht: am ersten Abend hatten wir noch keine Zündwürfel und wir verwendeten das dürre Gras das herumlag – das ging genau so schnell. Am zweiten Abend kamen Australier am Platz vorbei (diejenigen die uns bei der Wasserdurchquerung den Vortritt lassen wollten) und gaben uns einen Zündwürfel mit der Bemerkung: „Welcome to Australia“. Offensichtlich ist man nur ein richtiger Australier wenn man Zündwürfel hat.

Nachdem das Holz aufgeschichtet war hatte ich etwas Musse, dazusitzen. Da hörte ich ein Summen – recht laut. Mann müssen das wirklich viele Fliegen sein. Als die Fliegen zu stechen begannen wurde mir klar, dass das Stechmücken waren.
Heee die gibte es in Mengen doch nur im Merl Park beim Ubirr. Dort wollten wir ja aus diesem Grund nicht übernachten. Nun wenn dieser hier ok sei – wird es wohl dort sein? Wir vermuten, dass dieser Park nicht unbedingt zu den beliebtesten zählt weil es hier Mücken gibt, die Vorgänger müssen den Platz wohl fluchtartig verlassen haben und das Holz einfach vergessen haben.

Wir werden dort morgen vorbeischauen , aber bestimmt nicht übernachten.
Übrigens das Känguru war zäh.

190602 – Gunlom Camp Ground

Wir sitzen erneut an einem Campfire auf einem Campingplatz (Gunlom nicht Gollum) mit warmer Dusche und anständigen Toiletten für 15 Doller pro Nacht und pro Person, also 30 – im Gegensatz zu 6.60 von gestern. Aber geplant war eigentlich der Campground Edith Falls. Es sollte anderes kommen…
Der Tag begann friedlich am Morgen, wie immer mit Frühstück: Müesli mit Banane und Orange und lactosefreie Milch. Der Lärm der Nach ist verklungen, am Schluss hörten wir doch noch die Grillen zirpen und hatten eine Vorstellung wie es hätte sein können. Der Sternenhimmel war und ist grandios, auch das Kreuz des Südens hängt am Himmel. Unsere Fahrt führte uns nach Kathetrine, der drittgrössten Stadt des Northern Australia. Es fällt uns auf, dass nun viele Wohnwagen vom Süden her kommen, dies sind die grey nomads, welche vom kalten Süden in den warmen Norden pilgern. Im Woolworth gibt es alles was das Herz begehrt, Fleisch und Zubehör und Abwaschmittel. Obwohl die Flasche violett riecht es nicht nach Lavendel. Egal. Hauptsache Seife. Im Visitorcenter haben wir noch einige Tips erhalten und das Permit für den Kakadoo Park. Und es gibt Internet! Danach tanken und ruckzuck zur Katherine Gorge, 20 km entfernt. Dort erklimbten wir den ersten Look out wie es uns der Typ im Visitorcenter empfohlen hatte, den Rest könne man auslassen. Wir sind ja folgsam und hielten uns an seinen Rat. Allerdings für ein anderes Mal, hier 3 Tage mit Kajakfahren, wandern etc zu verbringen würde sich wohl auch lohnen. Nach einer üppigen Verpflegung mit einem ganzen Apfel pro Person (!) fuhren wir wieder nordwärts zu den Edith Falls um dort zu übernachten. Gegen 50 km hatten wir vor uns- keine Distanz für australische Verhältnisse. Bei der Abzweigung zu den Edith Falls, welche immer noch zu Nitmiluk NP gehören, steht ein Signal: Camping full, limited sites availabel. Hmm, wir brauchen ja kein Strom und auch fast keinen Platz. Somit entschieden die 20 km hineinzufahren. Leider mussten wir vor Ort dann erfahren, dass so eben der letzte Platz vergeben wurde – welchen wir sowiso nicht gewollt hätten – morgen gäbe es wieder platz und wir sollten doch vorne an der 20 km entfernten Hauptstrasse warten rsp. übernachten. Nö wollen wir nicht. Aber wir haben den Wasserfall und den wirklich hübschen See noch angeguckt und sind dann etwas frustiert wieder zurückgefahren. Urs fuhr, ich grummelte. Wo solls jetzt hingehen, Pine Creek? Roadhouse? oder Gunlom Falls, 10 km ab Pine Creek und danach 36 km auf unbefestigter Piste.

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Urs wollte dorthin, und wo Urs hin will, will ich natürlich auch, wenn nicht immer gleich sofort aber mit der Zeit dann auch. Wir tuckerten dann noch eine geraume Zeit hinter einem Road Train bei sehr schönem Abendrot her, endlich im 4×4 Modus auf der graveld road, ganz brav mit 60 km/h, wobei die 6 einen Kopfstand machte…. Der Beifahrergriff oben links, hielt stand, sozusagen der Belastungstest und zusätzlich klammerte ich mich an meine Videokamera und machte einige Aufnahmen. Wahrscheinlich wird es einem übel beim Ansehen, no worries. Schlussendlich sind wir hier gelandet, ein super Campground mit viel Platz und einem Campfire. Wir hören viele Dingos heulen, Urs meint das Abendlied singen. Ich erinnere ihn daran, wenn ich das Abendlied singe….
Eine wichtige Erkenntnis bezüglich Ausstattung eines Autos: Zwingend muss Platz für den Transport von Firewood vorhanden sein, auf dem Dach oder vorne an der Schnauze, egal wo aber das muss sein. Damit man auf dem Weg an der Strasse Holz sammeln kann, thats the way do to it. Wir stürzten uns als erstes in den Busch und schleppten Holz an. Und jetzte glüht es wunderbar.

190601 – Umbrawarrra Gorge

Unsere Nachbaren auf dem Zeltplatz empfohlen uns diesen Platz – ruhig, sehr unbekannt und sehr schön.

Dieses junge Paar machte einen 2 Wochen Trip der jetzt zu Ende ging. Sehr zu empfehlen sein eine Kajakfahrt in Kathrin – das sei iht Höhepunt der Reise gewesen.
Diese zwei waren etwas zu bedauern, denn gestern sehr spät kamen noch 4 Chicks auf den Platz. Das Zelt hatten sie wohl noch nie aufgestellt und verwendeten die Autoscheinwerfer um zu leuchten. Bis sie fertig waren Autobatterien aus. Aber sie mussten noch 2 riesige Luftmatratzen aufblasen. DAs fragten sie unseren Nachbar ob er sie überbrücken könne. Er nahm den einfacheren Weg, startete seinen Motor und liess sie den Strom von ihm nehmen. Das ganze dauerte sicher 2 Stunden.

Gut heute Morgen machten wir uns nun auf den Weg zum Kakadu Nationalpark. In Pine Creek holten wir Nachschub und fuhren über den unbefestigten Weg zum Umbrawarra National Park.
Wir waren nicht die ersten und bis zum Abend füllte es sich noch mit der Jugend der gesammten Umgebung, die hier wohl den Samstag Abend verbringen wollten . soweit zum ruhigen Platz.

Am Nachmittag marschierten wir in die Schlucht, die rötlich gefärbt ist, es ist wirklich ganz nett hier.

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Zum Znacht gab es Hamburger mit Teigwaren. Das Campfire haben wir auch noch entzünden können. Da wir in kleinen Laden in Pine Creek kein Abwaschmittel gefunden haben darf das Geschirr heute Duschmittel geniessen…
In Cathrine werden wir morgen mehr Glück haben, anscheinend seien die Einkaufläden am Sonntag offen.

190531 – Florence Falls again

IMG_3083, die schön sind und wenig Leute.

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Urs entdeckte den Weg zu den lower Cascade inkl. Schlange die er verscheuchte. Ich hatte etwas Zweifel da der Weg off road war, also etwas uneben, sumpfig, steinig, verwachsen, versandet etc. Aber glückerweise kamn uns 3 Senioren entgegen, die angesichts der Wasserüberquerung über Steinen rechtsumkehr machten. Wir folgten ihnen, es kann nur besser werden. So war es. Die lower Falls waren einen Steinwurf entfernt. Wir haben den Umweg genommen. Egal, nicht das erste Mal heute. Der Car hat uns nicht bis hierher verfolgt. Er wartete unten bei den Wangi Falls. Auch schön, zum Baden und ein Restaurant.
Nun wollten wir auf den Reynolds River 4 WD Track gegen Süden den Park verlassen. Tja, es kam etwas anders. Beim Gate zum Track warte ein Auto. Wir fragten in or out? Beides, denn 500 Meter hinein gibt es einen River und der Wasserstand ist ca 1/2 Meter ca über 100 Meter. Und sowiso ist der Track nur bis Sandy Creek offen, kein Durchkommen nach Süden. Sie warten ober jemand heraus kommt, der durchgefahren ist. Sie würden auch mit uns kommen, wenn wir voraus führen, hahaha. Sie kamen aus Darwin… Also wir fuhren die 500 Meter um das Elend anzusehen. Ein anderes Auto kam dann auch noch und fuhr flott ans Ufer – aber kehrte auch um. Somit entschieden wir nochmals hierher nach Florence Fall Campground zu kommen, da es hier schön ist. Wir haben gemeinsam Holz gesammelt, und die Aussis übernahmen den Lieferservice. Aber ich (Brigitte) hätte das Holz hinten ins Auto geschmissen, Dreck hin oder her. Und grad in diesem Augenblick sitzen wir am Campfire. Allerdings ist Urs ein Lockvogel mit seiner grossen Kamera. Zuerst kam ein Schweizer, dann die Aussis, danach die Holländer. Oh aber das wichtigste: Wir sind schwimmen gegangen -jawohl auch Urs! Es war herrlich erfrischend. Heute gibt es Fleisch, Kartoffeln und Tomatensalat. Und Bier. Und jetzt einen Kaffee mit trockenen Guetzli.